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Haushaltsbuch-App ohne Bankverbindung: 6 kostenlose Optionen im Vergleich (2026)

Where Went · Veröffentlicht · 7 Min. Lesezeit

Kurz gesagt: Mit diesen sechs kostenlosen Lösungen führst du ein Haushaltsbuch, ohne einer App Zugriff auf dein Konto zu geben: Where Went (im Browser, am Handy und am Computer), eine kostenlose Vorlage für Excel oder Google Sheets, Goodbudget (Umschlagmethode), Monefy (schnelles Eintragen am Handy), Money Manager von Realbyte (viele Auswertungen) und Monee (ohne Werbung, ohne Tracking). Bei allen trägst du jede Zahlung selbst ein.

Offen gesagt: Where Went ist unsere App, deshalb steht sie natürlich auf der Liste. Bei den anderen haben wir versucht, fair zu bleiben und zu sagen, wo sie etwas besser machen als wir. Preise und Funktionen haben wir im Oktober 2026 geprüft. Preise in den App Stores ändern sich und unterscheiden sich je nach Land, also schau vor dem Kauf in den Store-Eintrag.

Warum eine Haushaltsbuch-App ohne Bankverbindung?

Du bekommst den Überblick, ohne deine gesamten Kontoumsätze einer weiteren Firma zu geben. Eine App ohne Kontoverknüpfung kann dein Konto nicht lesen, kein Geld bewegen und hört nicht plötzlich auf zu synchronisieren, wenn die Freigabe abläuft. Dafür tippst du pro Zahlung ein paar Sekunden. Genau dieses Tippen sorgt dafür, dass dir auffällt, wohin das Geld geht.

Es gibt noch andere Gründe. Wer viel bar bezahlt, sieht davon mit Kontoverknüpfung kaum etwas. Manche haben Konten in zwei Ländern. Manche wollen einfach nicht, dass eine App ihre Kontoauszüge liest. Und manchmal gibt es gar keine Wahl: Goodbudget zum Beispiel verbindet sich nur mit US-Banken.

Noch unentschlossen? In unserem Ratgeber Haushaltsbuch mit oder ohne Kontoverknüpfung steht, was eine verknüpfte App nach EU-Recht darf und was nicht.

Die sechs Optionen im Überblick

Gratis-VersionBezahlversionLäuft auf
Where WentAlle Funktionen, ohne WerbungKeine, derzeit gibt es kein BezahlmodellJedem Browser; installierbar auf Android, iPhone, Windows und Mac
Excel-VorlageAllesKeineExcel, Google Sheets, LibreOffice, Numbers
Goodbudget20 Umschläge, 1 Konto, 2 Geräte, 1 Jahr Verlauf10 US-Dollar im Monat oder 80 US-Dollar im JahrWeb, Android, iPhone
MonefyEintragen ohne Einschränkung, mit WerbungUpgrade, Preis je nach StoreAndroid, iPhone
Money Manager (Realbyte)Mit Werbung und begrenzter Zahl an KontenOhne Werbung, ohne GrenzeAndroid, iPhone; Bearbeiten am PC über WLAN
MoneeAlle Funktionen, ohne Werbung, ohne TrackingFreiwilliges TrinkgeldiPhone, iPad, Android

Was die Apps gut können und wo sie schwächeln

1. Where Went: ein Haushaltsbuch für Handy und Computer

Where Went ist ein kostenloses Haushaltsbuch, das im Browser läuft. Du meldest dich mit Google an, legst deine Konten mit dem heutigen Stand an (Girokonto, Karte, Bargeld, Sparkonto) und trägst Einnahmen und Ausgaben ein. Die App hält alle Kontostände, dein Vermögen und die Einnahmen und Ausgaben des Monats aktuell und zeigt deine Ausgaben nach Kategorie als Diagramm.

Weil es eine Website ist, hast du dieselben Daten am Handy und am Laptop. Leg sie auf den Startbildschirm, dann öffnet sie sich wie eine App. 50 Kategorien sind schon angelegt, und jedes Konto kann eine eigene Währung haben: standardmäßig Euro, dazu 11 weitere, etwa CHF, USD, GBP und PLN. Geld, das du zwischen deinen eigenen Konten verschiebst, zählt als Umbuchung und nicht als Ausgabe. Deine Daten liegen auf Servern in Frankfurt.

Außerdem kannst du ein Ausgabenbudget für den Monat oder die Woche festlegen. Die Übersicht zeigt dann, was übrig ist und wie viel das pro Tag bedeutet. Fixkosten wie die Miete kannst du dabei ausnehmen.

Die Schwächen: Ohne Internet geht nichts, und du brauchst ein Google-Konto. Es gibt ein Budget für alles, aber keine eigenen Limits pro Kategorie, keine gemeinsame Ansicht für Paare und keinen Import aus der Bank oder einer Tabelle.

Passt zu dir, wenn du am Handy einträgst, am Computer auswertest und mehr als ein Konto hast.

2. Eine Excel-Vorlage: volle Kontrolle, auch offline

Wenn du gern mit Tabellen arbeitest, ist unsere kostenlose Haushaltsbuch-Vorlage ein guter Anfang. Eine Zeile pro Buchung, Auswahllisten für Art und Kategorie und ein Blatt „Übersicht“, das jeden Monat nach Kategorien zusammenrechnet. Sie läuft in Excel, Google Sheets, LibreOffice und Numbers, in Excel auch offline.

Die Nachteile merkst du nach ein paar Wochen. Am Handy in kleine Zellen zu tippen dauert. Fügst du eine Zeile an der falschen Stelle ein, zählt eine Formel sie still und leise nicht mehr mit. Für die Stände deiner Konten brauchst du laufende Summen, die du selbst baust.

Passt zu dir, wenn du jeden Tag am Computer sitzt und dir alles selbst einrichten willst.

3. Goodbudget: jeden Euro im Voraus verplanen

Goodbudget arbeitet mit der Umschlagmethode. Kommt Geld rein, verteilst du es auf Umschläge wie Lebensmittel, Miete oder Ausgehen, und jede Ausgabe geht von einem davon ab. Ist ein Umschlag leer, hörst du in dieser Kategorie auf oder schiebst Geld aus einem anderen rüber.

Die Gratis-Version hat 20 Umschläge (10 normale und 10 für jährliche Kosten oder Ziele), ein Konto, zwei Geräte und ein Jahr Verlauf. Zwei Geräte reichen, damit ein Paar ein gemeinsames Budget führt. Premium kostet 10 US-Dollar im Monat oder 80 US-Dollar im Jahr und bringt unbegrenzt Umschläge und Konten, fünf Geräte und sieben Jahre Verlauf. Dazu kommt eine Bankanbindung, allerdings nur für US-Banken. In Deutschland und Österreich trägst du also so oder so alles selbst ein.

Passt zu dir, wenn du vor dem Ausgeben festlegen willst, wofür jeder Euro da ist.

4. Monefy: am schnellsten eingetragen

Monefy öffnet mit einem Diagramm deiner Ausgaben, rundherum die Symbole der Kategorien. Kategorie antippen, Betrag eingeben, fertig. Ein Kaffee ist in ein paar Sekunden erfasst, und genau diese Geschwindigkeit ist der Hauptgrund für Monefy.

Die Gratis-Version zeigt Werbung. Ein kostenpflichtiges Upgrade entfernt sie und bringt zusätzliche Funktionen, der Preis hängt von Land und Store ab. Monefy ist fürs Handy gemacht. Wer seine Zahlen gern auf einem großen Bildschirm anschaut, ist damit weniger gut bedient.

Passt zu dir, wenn du schnell eintragen und kurz aufs Diagramm schauen willst, mehr nicht.

5. Money Manager von Realbyte: Budgets und viele Auswertungen

Money Manager ist die ausführlichste App auf dieser Liste. Es gibt Konten und Karten, eine Kalenderansicht, Budgets pro Kategorie, die du mit deinen echten Ausgaben vergleichen kannst, und viele Diagramme. Mit dem PC Manager öffnest und bearbeitest du deine Daten im Browser am Computer, solange das Handy im selben WLAN ist.

Die Gratis-Version zeigt Werbung und begrenzt die Zahl der Konten. Die Bezahlversion hebt beides auf. So viele Details bedeuten aber auch volle Bildschirme, und du brauchst eine Weile, bis du dich zurechtfindest.

Passt zu dir, wenn du Ausgabenlimits pro Kategorie willst. Die hat Where Went nicht.

6. Monee: kostenlos, ohne Werbung, ohne Tracking

Monee stammt von einem unabhängigen Entwickler aus Deutschland. Laut App-Store-Eintrag ist die App kostenlos, werbefrei und ohne Tracking. Die einzigen In-App-Käufe sind freiwillige Trinkgelder. Sie läuft auf iPhone, iPad und Android.

Eine Desktop-Version haben wir nicht gefunden. Wenn du deine Zahlen am Computer sehen willst, prüf das also vorher.

Passt zu dir, wenn dir Datenschutz am wichtigsten ist und du nur am Handy trackst.

Welche App passt zu dir?

Entscheide danach, wie du im Alltag mit Geld umgehst, nicht nach der längsten Funktionsliste:

  • Du trägst am Handy ein und schaust am Laptop auf die Zahlen: Where Went.
  • Du willst jedem Euro eine Aufgabe geben, bevor du ihn ausgibst: Goodbudget.
  • Du willst Limits pro Kategorie und viele Diagramme: Money Manager.
  • Du willst nur schnell am Handy eintragen: Monefy oder Monee.
  • Du liebst Tabellen oder musst offline arbeiten: die Excel-Vorlage.

Was Stiftung Warentest zu Apps ohne Kontoverknüpfung sagt

Im Oktober 2023 hat Stiftung Warentest acht weitverbreitete Budgetplaner getestet. Das Ergebnis: „Apps mit Kontoverknüpfung schneiden besser ab als die ohne.“ Der Grund liegt auf der Hand, denn jede Buchung landet automatisch im Haushaltsbuch und wird kategorisiert. Die beste App ohne Verknüpfung zum Konto war laut Test „nur befriedigend“. Als Gründe nennen die Tester unübersichtliche Startseiten, nicht selbsterklärende Abläufe, schlechte Orientierung in der App und Mängel in der Datenschutzerklärung. Sicherheitsmängel fanden sie bei keiner App (Pressemitteilung).

Wir lesen das als gute Nachricht für das Haushaltsbuch von Hand. Die Schwächen lagen im Design, nicht in der Idee. Das echte Risiko bei einer App ohne Bankverbindung ist, dass du sie nach zwei Wochen nicht mehr öffnest. Nimm also die, die sich für dich am schnellsten anfühlt, und nutz sie eine ganze Woche, bevor du für irgendetwas bezahlst.

So bleibst du dran

Drei Gewohnheiten machen den Großteil aus. Trag jede Zahlung direkt nach dem Bezahlen ein. Gleich einmal pro Woche deine Kontostände mit der Banking-App ab. Und buch Bargeldabhebungen als Umbuchung auf ein Bargeld-Konto, nicht als Ausgabe, sonst zählst du dasselbe Geld doppelt. Die ganze Routine steht in unserem Ratgeber Haushaltsbuch mit oder ohne Kontoverknüpfung.

Unterm Strich

Jede dieser sechs Lösungen ist besser, als gar nicht mitzuschreiben. Wenn du unsere ausprobieren willst, melde dich mit Google an und leg dein erstes Konto an. Das dauert etwa zwei Minuten, läuft im selben Browser, in dem du gerade liest, und kostet nichts. Und wenn sie nicht zu dir passt, sind die anderen fünf nur eine Suche im App Store entfernt.

Häufige Fragen

Zeigt eine Haushaltsbuch-App ohne Bankverbindung meinen echten Kontostand?

Ja, wenn du sie richtig einrichtest. Trag am ersten Tag ein, was auf jedem Konto liegt, und danach jede Zahlung und Umbuchung. Ein kurzer Abgleich mit der Banking-App einmal pro Woche hält die Zahlen gleich.

Welche dieser Apps funktionieren offline?

Die Vorlage funktioniert in Excel offline. Where Went braucht eine Internetverbindung. Handy-Apps, die deine Daten auf dem Gerät speichern, laufen oft auch offline, prüf das aber im Store-Eintrag.

Können zwei Personen ein Budget ohne Kontoverknüpfung teilen?

Die Gratis-Version von Goodbudget synchronisiert ein Budget auf zwei Geräten, also für zwei Personen. Where Went hat noch keine gemeinsame Ansicht; jede Person meldet sich mit dem eigenen Google-Konto an.

Kann ich mit diesen Apps in Euro rechnen?

Ja. Where Went nutzt standardmäßig Euro und kennt 11 weitere Währungen, eine pro Konto, darunter CHF. Die Vorlage funktioniert mit jeder Währung. Bei den Handy-Apps prüf die Währung in den Einstellungen vor dem ersten Eintrag.

Warum ist Where Went kostenlos?

Ein unabhängiger Entwickler baut es, ohne Investoren und ohne Werbung. Du kannst freiwillig spenden, aber alle Funktionen sind auch ohne Spende kostenlos.

Sieh, wohin dein Geld gegangen ist

Melde dich mit Google an und leg dein erstes Konto an. Das dauert etwa zwei Minuten.

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